/// AGLOE

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In der Reihe Artists' Window im DOCK zeigen die Künstlerinnen Catrin Lüthi K, Monika Rechsteiner und der Künstler Tobias Nussbaumer explizit für die Schaufenster des DOCK geschaffene Arbeiten unter dem Ausstellungstitel "Agloe". Die drei Künstler spielen in ihren drei realen Installationen mit Illusion und Fiktion. Entstanden sind greifbare Sehnsuchtsorte, theatrale Architekturen und bildhafte Szenerien.

Kuratorinnen: Eveline Schüep und Simone Flüeler
Artists' Window im DOCK, Basel, 2016

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„Agloe“, der Titel der Ausstellung, bezieht sich auf den fiktiven Ort gleichen Namens, in dem sich Vorstellungskraft und Wirklichkeit durchkreuzen. Die drei Installationen arbeiten bewusst mit der Imagination der Betrachtenden und lassen in der Verflechtung von Fiktion und Realität neue Räume entstehen.

In Monika Rechsteiners Werk spielen Räume und die medialen Möglichkeiten ihrer (Re-) Konstruktion eine wesentliche Rolle. In ihren Foto- und Filmarbeiten lotet sie die poetische Schönheit und das Potential von Nicht-Orten aus – Orte, die wir im wahrsten Sinne des Wortes nicht wahrhaben wollen; wie Bauruinen und -sünden oder städtische Zwischenräume. Ihr Werk „Agloe“ (2016) bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Fiktion und Realität. In der Mitte des dreiteiligen Fensters ist eine fiktive Architektur – eine Fotomontage eines gewöhnlichen, funktionalen Betonwohnblocks zu sehen. Das Foto des Wohnblocks wurde am Computer vielfach unterschiedlichst gespiegelt. Das Mittel der Spiegelung verwendet die Künstlerin auch in der Installation im DOCK selber. In die verkleideten Fensterrahmen hat die in Basel und Berlin lebende Künstlerin Spiegel eingefügt. So verdoppelt und verlängert sich die Architektur je nach Blickwinkel ins Unendliche. Aus der tatsächlichen urbanen Architektur wird so eine mystisch theatrale Szenerie, die aus einem Science-Fiction Film oder Traum stammen könnte. Die entstehende transformierte Architektur wird zum Gedanken-Gebäude und zur Metapher für das Innenleben und die Wünsche der Menschen. Ihre Ästhetik – die unwirkliche Lichtführung und der Zustand in der Schwebe – erinnert an die utopischen Städte und kommunistischen Gesellschaftsmodelle der russischen Konstruktivisten.

 

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Agloe_Print

AGLOE Print, 70 x 100 cm, Edition 5 + 1, 2016

 

 

 

 

 

© Monika Rechsteiner